Frank Heydthausen

"Dieser Bericht erreichte uns jüngst via Email von Frank Heydthausen. Als Vertrieb und Partner an der Seite von AER, seit nun mehr als 25 Jahren, macht es uns stolz und dankbar solche Zeilen zu lesen und teilen zu dürfen. ROCK ON FRANK!"

Smile!

330 x 330 x 285 mm = 420.000 km durch 62 Länder in neun Jahren. Frank Heydthausen spielt Compact Mobile.

Um genau zu sein, drei von diesen Kisten – schließlich habe ich eine Band zu versorgen. Kein Essen, keine Getränke, keine Location und wahrscheinlich auch kein Gastspielvertrag, der sich um „die freie künstlerische Gestaltung des Auftritts“ bemüht – das alles kann die Band socialplastic und das Büro für Nationalhymnen ertragen – aber laut muss es sein!

2002 wurde das Booking eingestellt , ein Van requiriert, der Alexander Weltatlas (1984) und drei AERs eingepackt . Los ging's! Die erste urkundliche Erwähnung des bis dahin unbekannten Metiers des „Guerilla-Giggings“ fand am 17.08.2002 durch das Polizeipräsidium Düsseldorf statt. Auf Höhe des Rheinkilometers 745 brachten die drei AERs – man höre und staune – zwei Gitarristen, einem Bassisten und zwei Sängern sowie einem Rapper die erste Seite ihrer Pressemappe ein: Vorbildliches Verstoßen gegen das Landesimmissionsschutzgesetzes NW auf den Rheinwiesen wurde mit einer schriftlichen Belobigung attestiert. Mit akkubetriebenen AERs kann eben alles passieren – vor allem überall. Noch ein paar Akkuaufladestationen in deutschen Städten und der Winter kommt. Macht nichts. Ab nach Westafrika. In Ermangelung erwarteter GEMA-Ausschüttungen kriegen die drei Brüllwürfel kein Flightcase, aber immerhin einen Markenzigaretten-Karton. T'Shirts an die Seite, Socken obenauf, den Rest wird die Fluggesellschaft schon richten. So fliegen wir übrigens bis heute – allerdings inzwischen mit Umzugskartons.

Burkina Faso. 45 Grad. 80 Kilometer bis zur nächsten Steckdose. Der AER ballert. Wir können zur Einweihung der Schule von Kodjonte unsere Show präsentieren und unsere Mikrofone samt AERs gleich weiterreichen an den Direktor Kabore, der mit 60 Watt sein Anliegen zur Verbesserung der Bildung verdeutlicht. Den König freut es. Sonntags findet in Fada'n'Gourma bei Django die Präsentation der traditionellen Tänze statt. Wir spielen dazu auf! Dancehall Days! Der rote Sand von Afrikas größtem Tennisplatz ohne Netz steckt noch heute in den Ritzen der AERs.

Die Musikmesse Frankfurt lädt ein, um das interaktive Konzept des Guerilla-Giggings zu verifizieren. Ein paar Gitarren, Kabel, Mikrofone und eine Sackkarre mit drei AERs sind Equipment genug. Die lange Rolltreppe in der Messehalle wird dem Rapper und der Sackkarre zum Verhängnis. Die AERs gewinnen den Sturztest 2003 klar, deutlich und unbeschädigt. Gut zu wissen!

Erste Einladungen in die Welt folgen. Wir und die AERs reisen weiter. Das NEC in Birmingham. Zum Jahr der deutschen Kultur in Russland. Beitritt Rumäniens zur EU – übrigens Open Air vor 40.000 Leuten bei minus 15 Grad. Music China in Shanghai. Adelsschlag: Live in der BBC. Und die drei AERs an jedem Tag seit dem Sommer 2002 in Betrieb und mit dabei.

Ach ja, der Ton. Großartig! Vom L'Inoui in Luxembourg bis nach Philadelphia/USA begeistert er das Publikum. Kein Gitarren-Take im Studio, bei dem ich nicht eine Recordingspur direkt aus dem AER mitnehme. Auf Tour benutze ich den AER auch gerne mal als Referenzmonitor bei den Aufnahmen für meine Filmmusik. MacBook Pro, Logic auf externer USB-Festplatte und ein Cinch für den Aux-In am AER. Denn irgendwie klingt auf dem Teil alles besser. Es ist einfach großartig, mobil und unabhängig zu sein.

Verbesserungsvorschläge? Ein Solarpanel zum Aufladen des Akkus und integrierte Anschlüsse für meine Waschmaschine und den Kaffeevollautomaten – dann müsste ich wirklich nie wieder zurück. Ach ja, und vielleicht noch ein eingebautes Schlaflämpchen für den Schlagzeuger. Der fürchtet sich immer so schnell, wenn er von zuhause weg ist.

Frank Heydthausen

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